Tamara Atschba wuchs in einer Sängerfamilie in Tiflis, Georgien, auf. Im Alter von vier Jahren erhielt sie ihren ersten Klavier- und Kompositionsunterricht bei ihrer Mutter, Prof. S. Egorowa und bei Prof. L. Nikabadze. Sie setzte ihr Studium am Sarajishvili Tbilisi State Conservatory in den Klassen von Prof. E. Russischvili und Prof. L. Bakrazde fort und erhielt vier Diplome als Konzertpianistin, Kammermusikerin, Opern und Liedbegleiterin und Lehrerin.

 

Tamara Atschba ist Gewinnerin mehrerer Wettbewerbe, darunter der Dmitri Kabalewski Klavierwettbewerb, der Kaukasische Klavierwettbewerb für junge Künstler, der Klaviersolistenwettbewerb der Philharmonie Tiflis und der Nationale Georgische Kompositionswettbewerb des Georgischen Nationalen Fernsehens und Radios. Schon früh trat sie als Solistin zusammen mit der Georgischen Nationalphilharmonie auf und schrieb mehrere preisgekrönte Kompositionen für Violine und Klavier, Klavier solo, Vokalduo.

 

Von Kritikern als "unvergleichliche, inspirierte Pianistin" beschrieben, spielte sie in Österreich, Italien, Frankreich, Holland, Deutschland, Türkei, Russland, Israel, USA, Japan, Korea und Mexiko und trat bei zahlreichen internationalen Festivals auf, wie l'Eté Musical dans la Vallée du Lot, L'Eté Musical en Bergerac, Ankara Music Festival, Dubrovnik Summer Festival "Libertas", Zarlino Festival di Musica da Camera, Tel Aviver Kammermusikfestival "Bridges" und Sommets Musicaux de Gstaad.

 

Zahlreiche CD-Aufnahmen und Konzertauftritte im Wiener Konzerthaus, im großen ORF-Sendesaal Wien, im Bösendorfersaal, im Festsaal der Österreichischen Nationalbibliothek, im Rundfunk- und Konzertsaal Flagey in Brüssel, im Liszt-Konzertsaal des Konservatoriums in Budapest, im Arturo Benedetti Michelangeli-Saal (Italien), im Rosentheatersaal Fuji (Japan), im Jacques Thibaud Konservatoriumssaal in Paris (Frankreich), Kaufman Hall in New York (USA) sowie andere Konzertsäle in London, Freiburg, Hannover, Barcelona, Madrid, Mailand, Florenz, Istanbul, Ankara, Prag, Warschau und Moskau zeugen von ihrer agilen künstlerischen Tätigkeit.

 

Mit ihrem Album "1914", erschienen bei Gramola, begeht Tamara Atschba den Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Eine Reihe von Werken wurde während der Kriegsjahre geschrieben. In ihrem Album präsentiert Tamara Atschba als musikalische Erinnerung an das Jahr 1914 zusammen mit ihren Kollegen Louise Chisson, Matthias Adensamer, Alexander Znamensky und Christophe Pantillon folgende Auswahl: Präludien für Klavier op. 38 und Klavierquintett c-Moll op. 42 (1917/18) von Louis Vierne sowie die Sonate für Violine und Klavier op. 64 (1915/16) von Charles Koechlin. Eine ihrer CDs wurde in die Liste der "Top10 classical" von 2013 aufgenommen und im "Magazine Artistxite" veröffentlicht. 2015 startete sie das Projekt "Dialogue entre musique et lumieres - Hommage á Scriabine - Synesthetic Perception: Alexander Skrjabin's Color Hearing" beim französischen Fest "L'Eté Musical en Bergerac", zum Gedenken an den 100. Todestag des Komponisten.

 

Tamara Atschba ist langjährige Kammermusikpartnerin der Geigerin Prof. Dora Schwarzberg, die sagte: "Tamara Atschba zeigte in zahlreichen Konzerten ihr raffiniertes Können sowie ihre außergewöhnliche Musikalität". Die Spitzengeigerin des Alban Berg Quartetts würdigte sie als "herausragende Partnerin für das gesamte kammermusikalische Repertoire".Durch ihre Karriere lernte Tamara Atschba faszinierende Künstlerpersönlichkeiten wie Valentin Berlinsky, Claudio Abbado, Ruggero Ricci, Martha Argerich, Boris Berezovsky und Maxim Vengerov kennen.

 

Ihre starke musikalische Persönlichkeit, die hohe Qualität ihres Spiels und die außergewöhnlichen Farben ihres Klavierklangs wurden von herausragenden Musikern wie Yehudi Menuhin, Zubin Metha ("so ein wunderbarer und kraftvoller Klang!"), Vladimir Ashkenazy ("ein exquisites Klavierspiel"), Vladimir Krainev, Liana Isakadze, Wolfgang Marschner, Ivry Gitlis ("sie ist eine erstaunliche Musikerin!") und Yuri Bashmet bemerkt.2015 erschien das Buch "Georgisch – Deutsche Gesichter und Namen", in dem ausführlich über die Pianistin Tamara Atschba ("Professorin für Musik aus Georgien") berichtet wird.

 

 

Tamara Atschba wurde häufig zu Meisterkursen in ganz Europa und Asien sowie als Jurorin bei internationalen Musikwettbewerben eingeladen. 2015 wurde sie Mitglied der "International Academy of Performing Arts and Sciences".Seit 1995 arbeitet Tamara Atschba als Dozentin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und unterrichtete von 2012 bis 2020 am Prayner Konservatorium für Musik und Theater. Seit 2020 ist Tamara Atschba Professorin am Schubert-Koncervatorium in Wien. Mehrere ihrer Schüler sind Preisträger internationaler Wettbewerbe.

Darüber hinaus ist sie Duopartnerin der französischen Geigerin Louise Chisson. 2016 gründeten die beiden Musikerinnen Esperus Sommermusikakademie im französischen Monpasier.

Seit 2016 ist Tamara Atschba Vizepräsidentin und künstlerische Leiterin des Esperus Art Fund.

Ihr letztes Album "20th Century feminine", erschienen bei Hänssler Klassik in Deutschland, wurde für die Grammy Awards® 2022, die Deutsche Schallplattenkritik 2022, das Opus Klassik 2022 nominiert und erhielt im Februar 2022 einen Diapason d'Or.